LST, SCROG, Topping & Co. – Welche Training-Technik passt zu welcher Sorte? 2026

LST, SCROG, Topping & Co. – Welche Training-Technik passt zu welcher Sorte? 2026

LST, SCROG, Topping & Co. – Welche Training-Technik passt zu welcher Sorte? 2026

Du möchtest aus deinen Cannaphilie-Stecklingen oder Samen deutlich mehr Ertrag holen und gleichzeitig Platz sparen? Das ist kein Problem! Mit den richtigen Training-Techniken wie LST, SCROG, Topping oder FIMing kannst du deine Pflanzen kompakter halten, mehr Licht nutzen und am Ende deutlich dickere und zahlreichere Buds ernten.

Hier erfährst du sehr ausführlich, wie jede Technik genau funktioniert, welche Vorteile und Nachteile sie hat und wie du sie am besten anwendest. Danach zeige ich dir, welche Technik zu welcher Sorte am besten passt, welche häufigen Trainingsfehler du vermeiden solltest und wie du Licht und Nährstoffe optimal anpasst.

Die wichtigsten Training-Techniken im Detail

1. LST (Low Stress Training) Bei LST biegst du die Haupt- und Seitentriebe sanft zur Seite und fixierst sie mit weichen Pflanzenbindern oder Soft-Ties. Die Pflanze wächst weiterhin waagerecht und bildet viele gleichmäßige Seitentriebe.

Vorteile: Sehr geringer Stress, einsteigerfreundlich, gleichmäßige Lichtverteilung. Nachteile: Etwas zeitaufwendig.
Beste Anwendung: Ab der 3.–4. Woche der Veg-Phase.

2. SCROG (Screen of Green) Du spannst ein Netz in ca. 20–30 cm Höhe über die Pflanzen und führst die Triebe gleichmäßig durch die Maschen.

Vorteile: Maximale Lichtausbeute, sehr hoher Ertrag, gleichmäßige Bud-Entwicklung. Nachteile: Mehr Planung nötig.
Beste Anwendung: Sobald die Pflanzen das Netz erreichen.

3. Topping Du schneidest die Haupttriebspitze mit einer sauberen Schere ab.

Vorteile: Starke Verzweigung und mehr Colas.
Nachteile: Höherer Stress.
Beste Anwendung: Ab der 4.–5. Woche der Veg-Phase.

4. FIMing Du schneidest nur die oberste Spitze des Haupttriebs ab (ca. 70–80 %).

Vorteile: Noch stärkere Verzweigung.
Beste Anwendung: Wie beim Topping.

5. Supercropping Du knickst die Triebe vorsichtig, ohne sie ganz zu brechen.

Vorteile: Erhöht Stabilität und Verzweigung.
Beste Anwendung: Ab der 4. Woche bei kräftigen Pflanzen.

6. Mainlining Fortgeschrittene Technik, bei der eine symmetrische „Manifold“ aufgebaut wird.

Welche Training-Technik passt zu welcher Sorte?

Sorte / Genetik Beste Technik Warum?
Northern Light, Critical Kush LST oder leichtes Topping Kompakt, indica-dominante Genetik
Wedding Cake, Girl Scout Cookies LST + SCROG Buschig und ertragreich
AK 47, Double Dutch, Warlock Topping + FIMing Starke Verzweigung, robust
Amnesia Lemon, Jack Herer® SCROG Sativa-Wuchs, braucht Weite
Autoflower (z. B. AK-47 Auto) Nur LST oder gar kein Training Kurze Veg-Phase – wenig Zeit


Lichtoptimierung nach dem Training

Nach dem Training verändert sich die Pflanzenstruktur stark – das Laubdach wird breiter und flacher. Deshalb ist eine angepasste Lichtoptimierung besonders wichtig.

Wichtige Punkte:

  • Lichtzyklus bei 18/6 oder 20/4 halten
  • Lichtintensität leicht erhöhen (300–500 µmol/m²/s)
  • Lampenabstand nach LST/SCROG etwas verringern (30–50 cm bei LED)
  • Nach Topping/FIMing die ersten 3–5 Tage die Lampe etwas weiter weg lassen

Nährstoffoptimierung nach dem Training

Training bedeutet Stress für die Pflanze. Sie braucht jetzt weniger, aber gezielte Nährstoffe, um sich schnell zu erholen.

Erste 3–7 Tage nach dem Training:

  • EC-Wert um 20–30 % reduzieren
  • Stickstoff-Anteil leicht erhöhen (für neues Blatt- und Triebwachstum)
  • Calmag und Kieselsäure (Silica) zusätzlich geben – stärken die Zellwände
  • pH besonders genau halten (5,8–6,2 in Hydro, 6,0–6,5 in Erde)

Ab Tag 7–10: Langsam wieder auf normale Veg-Düngung hochfahren.

Praktischer Tipp: Nach Topping oder FIMing die ersten 4–5 Tage sogar nur mit klarem Wasser oder einer sehr schwachen Lösung gießen. Organische Dünger sind hier besonders sanft.

Wichtig: Die gestresste Pflanze verträgt deutlich weniger Nährstoffe als sonst – Überdüngung ist einer der häufigsten Fehler nach Training!

Häufige Trainingsfehler – und wie du sie vermeidest

  1. Zu früh trainieren (weniger als 4 Knoten)
  2. Zu aggressiv trainieren (mehrere Techniken gleichzeitig)
  3. Falsches Timing bei Autoflowern
  4. Schmutzige Werkzeuge verwenden
  5. Triebe brechen statt biegen
  6. Keine Erholungszeit geben
  7. Zu viel oder zu wenig Licht nach dem Training

Fazit

Mit der richtigen Training-Technik, angepasster Licht- und Nährstoffoptimierung holst du das Maximum aus deinen Cannaphilie-Sorten heraus. Für Einsteiger empfehle ich LST – sie ist am einfachsten und verzeiht die meisten Fehler.

Bei Cannaphilie findest du genau die vitalen und robusten Stecklinge und Samen, die sich hervorragend trainieren lassen. Schau dir jetzt unsere Sorten an und starte mit starken Genetiken in deinen nächsten Grow!

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